Trainingslager 2002 in Lerbach (Harz) 
Am Freitag, den 27.5. um 14:00Uhr starteten wir pünktlich mit 2 Pkws, beladen mit 8 Rennrädern nach Lerbach, einem Vorort von Osterode im Südharz. Die Ankunft gegen 18:00 Uhr im Nieselregen stellte gleich Anforderungen an die Moral, mit Sprüchen wie "es kann ja nur besser werden" wurde die Zuversicht auf besseres Wetter gestärkt.
Arne, Andreas, Jens und ich, sowie Frank, Jochen, Matthias und Thorsten teilten sich jeweils ein gemütlich eingerichtetes Appartement. Abends kehrten wir in ein kleines italienisches Restaurant ein, das uns so gut gefiel, dass wir es mehrmals zur Kohlenhydrateaufnahme auswählten ( einmal sollte der Dönermann ran).

 

Am Samstag verzögerte sich aufgrund von immer wieder einsetzendem Regen die erste Ausfahrt. Gegen 13:00 gab Wetterbeobachter Frank das Startsignal. Das trockene Wetter hielt knapp eine Stunde, inzwischen hatten wir uns auf ca. 700m Höhe vorgearbeitet. Dann schlug das Wetter um. Regen, der sich in Schnee später in Hagel verwandelte und die Temperatur, die auf  1°C fiel, überraschte uns. Die Abfahrten erforderten höchste Konzertration, die Kälte (nicht jeder hatte entsprechende Handschuhe, Jochen ohne Fingerhandschuhe und Überschuhe!) zehrten an den Kräften und an der Moral. Letztendlich erreichten alle das wärmende Quartier. Andreas half einigen von uns beim Ausziehen, die eiskalten Finger waren für einige Minuten außer Gefecht. Jochen hatte am nächsten Morgen noch taube Fingerspitzen. Ob das Aufschaukeln unserer Räder durch den schlechten Straßenbelag oder durch Schüttelfrost, hervorgerufen durch die Kälte kam, konnte nicht mit letztendlicher Sicherheit nicht geklärt werden. Einigkeit bestand aber darüber, dass wir uns an diese Ausfahrt noch uns lange erinnern werden.
Für die Ausfahrt am Sonntag waren wir nun sensibilisiert, Start im Nieselregen in die Ausläufer des Harzes wurde prompt belohnt. Ab Wulften 2 Stunden trockenes Fahren bei 8-14 °C. Der für den Abend vorgesehene Besuch von Sauna und Whirlpool und die ansteigende Außentemperatur sorgten rundum für gute Laune.
Das Wetter zeigte sich am Montag von seiner bisher besten Seite. Schnell wurden die Drahtesel gesattelt und die Höhen des Harzes bei einer ca. 100 km langen Ausfahrt erkundet. Zwei kleine Schauer, aber immer wieder Sonnenschein machten diese Ausfahrt zu einer akzeptablen Entschädigung für den Samstag. Abends besuchten wir eine Badelandschaft, die Unterwasserdüsen machten Oberschenkel und Waden wieder fit für den nächsten Tag.
Am Dienstag bedeckter Himmel, dafür trocken. Heute trennten wir uns, ich besuchte den Brocken, die anderen das Siebertal. Am Abend feierten wir auf dem Dorfplatz die Walpurgisnacht mit. Hier bewiesen Jens und Jochen ihre tänzerischen Qualitäten.
Mittwoch war unser Abreisetag, wir waren uns einig darüber, dass das Trainingslager eine gelungene Sache war und  im nächsten Jahr wiederholt werden soll.

Thomas, im Mai 2002
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